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Rund 150 Teilnehmer/innen bei Veranstaltung „Philosophie und Psychotherapie“

30. Oktober 2012 - Am 27.10.2012 fand in München die Fortbildungsveranstaltung „Philosophie und Psychotherapie“ statt. Die Fachtagung war eine Kooperationsveranstaltung des Isar-Amper-Klinikums München-Ost, der PTK Bayern sowie Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Klinikum rechts der Isar der TU München. Die Veranstaltung hatte zum Ziel, unter verschiedenen philosophischen Perspektiven die Metaebene der Praxis der Psychotherapie und ihrer Theorien zu untersuchen, Defizite aufzuzeigen und Optionen für Brückenkonstruktionen zu diskutieren.  

Kammerpräsident Dr. Nikolaus Melcop eröffnete die Veranstaltung. (Foto: Johannes Schuster)
Kammerpräsident Dr. Nikolaus Melcop betonte in der Eröffnung, dass Psychotherapie ohne Philosophie nicht denkbar sei. Die Philosophie schaffe auch heute noch die Möglichkeit, unsere wissenschaftlichen Grundannahmen, psychotherapeutischen Konzepte und Forschungsansätze zu prüfen und zu modifizieren. Wörtlich sagte er: „Aber – und das scheint mir genauso wichtig – sie kann den Horizont der Erkenntnis für die praktisch tätigen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in allen Richtungen so erweitern, dass sie sich selbst in der Welt mit ihrer Aufgabe und täglichen Arbeit anders verorten, erleben – und damit – natürlich im Rahmen ihrer gelernten Fachlichkeit - sowohl in ihrem beruflichen Alltag als auch darüber hinaus anders denken, fühlen und handeln.“
 
 
Vizepräsident Dr. Bruno Waldvogel moderierte die Veranstaltung am Nachmittag. (Foto: Johannes Schuster)
 
Nach der Einführung durch Prof. Felix Tretter, Bereichsleiter Kompetenzzentrum Sucht, Isar-Amper-Klinikum, ging Prof. Matthias Kettner, Universität Witten/Herdecke, auf die philosophische Behandlung von Psychotherapie ein und erläuterte Indikationen, Risiken und Nebenwirkungen. Zur Bedeutung des Subjekts in der Psychotherapie referierte PD Josef Parnas, M. D., Dr. Med., Ärztlicher Direktor des Departments Psychiatrie der Universität Kopenhagen. Prof. Thomas Fuchs, Universitätsklinikum Heidelberg, informierte über das eingebettete Selbst in der Psychotherapie. Dr. Dirk von Boetticher, Universitätsmedizin Göttingen, stellte die Intersubjektivität vor. Prof. Hans Westmeyer, Freie Universität Berlin, sprach über wissenschaftstheoretische Aspekte der Psychotherapie.

 

Die Referenten und Experten der Veranstaltung „Philosophie und Psychotherapie“ (v. l.): Prof. Felix Tretter, Dr. Dirk von Boetticher, Prof. Matthias Kettner, Vizepräsident Dr. Bruno Waldvogel, Kammerpräsident Dr. Nikolaus Melcop, Josef Parnas, M. D., Dr. Med., Prof. Thomas Fuchs, Prof. Hans Westmeyer und Prof. Peter Henningsen, Klinikum rechts der Isar der TU München. (Foto: Johannes Schuster)
Die Fachvorträge der Experten haben wir für Sie in der unten stehenden Liste zum Herunterladen vorbereitet.
 
 
PTK Bayern
TypDokument/DateinameDateigröße
pdf Einführung Prof. Felix Tretter 199,2 KB
pdf Vortrag Dr. Josef Parnas, M. D. 478 KB
pdf Vortrag Prof. Thomas Fuchs 567,1 KB
pdf Vortrag Dr. Dirk von Boetticher 574 KB
pdf Vortrag Prof. Hans Westmeyer 333,3 KB

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