Bayerische Landeskammer der Psychologischen Psychotherapeuten und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten

Studierende & Ausbildung

Ausbildung zum/zur Psychologischen Psychotherapeuten/in und zum/zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten/in

Der Beruf des/der Psychologischen Psychotherapeuten/in und des/der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten/in ist seit Inkrafttreten des Psychotherapeutengesetzes 1999 (PsychThG) ein approbierter Heilberuf. Um die Approbation zu erlangen, muss eine Ausbildung absolviert und eine staatliche Prüfung bestanden werden. Gesetzliche Grundlage der Ausbildungen sind die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Psychologische Psychotherapeuten (PsychTh-AprV) und für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJPsychTh-AprV). Die Ausbildungen können in Vollzeitform (jeweils mindestens drei Jahre) oder in Teilzeitform (jeweils mindestens fünf Jahre) absolviert werden und bestehen aus einer praktischen Tätigkeit, die von theoretischer und praktischer Ausbildung begleitet wird. Nach Bestehen der staatlichen Abschlussprüfung erfolgt die Approbation als Psychologische/r Psychotherapeut/in oder als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut/in.
 
Voraussetzung für die Ausbildung zum/zur Psychologischen Psychotherapeuten/in ist eine bestandene Abschlussprüfung im Studiengang Psychologie (Master oder Diplom), die das Fach Klinische Psychologie einschließt. Voraussetzung für die Ausbildung zum/zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten/in ist ein abgeschlossenes Psychologie-, Pädagogik- oder Sozialpädagogikstudium (Master oder Diplom).
 
Die Ausbildungen werden an staatlich anerkannten Ausbildungsstätten für Psychotherapie und/oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie durchlaufen. Eine Liste der staatlich anerkannten Ausbildungsinstitute in Bayern finden Sie in der Unterrubrik 'Links zu den Ausbildungsinstituten'.
 
Neben der Vermittlung von Grundkenntnissen in wissenschaftlich anerkannten psychotherapeutischen Verfahren umfasst die Ausbildung eine Vertiefung in einem dieser Verfahren. Derzeit können die Verfahren Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Psychoanalyse, systemische Therapie und Gesprächspsychotherapie als Vertiefungsfach gewählt werden. Für eine ambulante Praxis mit Zulassung zu den Gesetzlichen Krankenkassen werden derzeit Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Psychoanalyse als Verfahren anerkannt.
 
Die Ausbildungen umfassen:
 
  • mindestens 600 Stunden praxisbezogene Theorie,
  • mindestens 120 Stunden Selbsterfahrung,
  • mindestens 1.200 Stunden praktische Tätigkeit an einer anerkannten psychiatrischen klinischen Einrichtung inklusive Behandlungsbeteiligung bei mindestens 30 Patienten,
  • mindestens 600 Stunden praktische Tätigkeit an einer anerkannten klinischen oder ambulanten Einrichtung der psychotherapeutischen oder psychosomatischen Versorgung,
  • mindestens 600 Stunden Patientenbehandlung unter Supervision im Rahmen der praktischen Ausbildung,
  • mindestens 150 Stunden Supervision, davon mindestens 50 Stunden Einzelsupervision.

 

 

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