Bayerische Landeskammer der Psychologischen Psychotherapeuten und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten

Welche Fortbildungen können anerkannt werden?

Anerkennungsfähige Fortbildungsveranstaltungen müssen sich auf folgende Gegenstandsbereiche beziehen:

  • auf die Tätigkeit als Psychotherapeut bezogene Veranstaltungen,
  • auf berufsrelevante Nachbarwissenschaften bezogene Veranstaltungen oder
  • auf weitere Fortbildungsangebote: z. B. berufsrechtliche, sozialpolitische und juristische Themen, Verfassen von Berichten, Abrechnung, EDV, Praxis-Management, Institutionelles, soweit die angebotenen Veranstaltungen speziell auf die Ausübung des Berufs des Psychotherapeuten ausgerichtet sind.

Die Standards für die Anerkennung von Fortbildungsveranstaltungen sind in der Fortbildungsrichtlinie unter Punkt 4 geregelt:

Für die Anerkennung von Fortbildungsveranstaltungen, die sich auf die Tätigkeit als
Psychotherapeut/in beziehen, werden folgende Kriterien zu Grunde gelegt. Es müssen
die Punkte 4.1.1 oder 4.1.2 erfüllt sein und zusätzlich zwei Kriterien der Punkte 4.1.3
bis 4.1.6.

4.1.1 Wissenschaftliche Anerkennung im Sinne des PsychThG,
4.1.2  Wissenschaftliche Begründetheit
4.1.2.1  bei Berücksichtigung des wissenschaftlichen Sach- und Fachverstandes,
der Fachliteratur und der Lehre und Forschung, oder
4.1.2.2  unter Einbeziehung der internationalen Standards und wissenschaftlichen
Ergebnisse, oder
4.1.2.3 wegen bisher bestehender Anerkennung als Zweitverfahren bei Landesärztekammern für die Anerkennung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie oder zum Facharzt für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin.
4.1.3  Praxisrelevanz,
4.1.4  Klinische Erprobtheit: Relevanz und Verbreitung in der bisherigen ambulanten
und stationären Praxis,
4.1.5 Krankheitslehre bzw. Konflikt- und Störungsmodelle, auf welchen das Verfahren basiert,
4.1.6  Nachweis von Fortbildungspraxis (Lehrbarkeit, curriculare Konzepte, Evaluation).


Der Inhalt von Fortbildungsveranstaltungen muss neutral gegenüber wirtschaftlichen
Interessen Dritter sein. Fortbildungsveranstaltungen dürfen nicht im Widerspruch zur
Berufsordnung der Kammer stehen.

Dozent/innen von Fortbildungsveranstaltungen müssen die folgenden Kriterien (Punkt 4.2 der Fortbildungsrichtlinie) erfüllen:

4.2.1 Approbation im Sinne des PsychThG und/oder
4.2.2 Klinische Erfahrung (Nachweis ausreichender Fähigkeiten und Fertigkeiten)
oder Nachweis ausreichender Fähigkeiten und Erfahrungen in dem gelehrten Fachthema und
4.2.3  Selbstverpflichtung zur Produktneutralität und
4.2.4  Persönliche Eignung


 

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