Bayerische Landeskammer der Psychologischen Psychotherapeuten und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten

2. Bayerischer Landespsychotherapeutentag (LPT): Grußwort von Herrn Dr. Werner Schubö

12. Oktober 2006 - Sehr geehrter Herr Staatsminister Schnappauf,
Herr Präsident Melcop,
sehr geehrte Damen und Herren!

Als Mitglied der Hochschulleitung begrüße ich Sie sozusagen als Hausherr in diesem schönsten Raum der Universität, der Großen Aula. Es freut mich besonders, dass ich heute zu Ihnen sprechen kann, weil ich doch einige von Ihnen aus der Zeit wiedererkenne, als diese bei mir die Statistik am Beginn ihres Psychologiestudiums gelernt haben.

Jetzt habe ich Sie begrüßt und hätte meine Aufgabe eigentlich schon erfüllt. Aber es ist gute Sitte, dass man in einem Grußwort noch ein bisschen Inhalt beiträgt. Sie haben zum Thema dieses Landespsychotherapeutentags die Prävention gewählt, ein zweifellos sehr wichtiges Thema. Ich will darauf nicht im Detail eingehen, weil das Ihre Referenten bestimmt viel besser können. Aber ich möchte dazu anmerken, dass sich die Ludwig-Maximilians-Universität freut, dass das Thema u.a. im Department Psychologie kompetent wissenschaftlich untersucht wird. Ich hebe da besonders Herrn Professor Butollo und die Kolleginnen und Kollegen aus der Klinischen Psychologie hervor, die vor allem zur tertiären Prävention im Bereich der Trauma-Therapie sowohl praktisch wie auch in der Forschung beigetragen haben.

In ihren Forschungsschwerpunkten tragen aber auch andere Wissenschaftler der Fakultät für Psychologie und Pädagogik zur Aufklärung der Bedeutung und Methodik der Prävention bei.

Die Anwendung der Forschungsergebnisse ist die Aufgabe der Praxis, wozu ich Sie, die Therapeuten, zähle, aber auch die Entscheider in Politik und Gesundheitsverwaltung. Die Aufgabe der Universität ist hingegen Forschung und Lehre. Die Forschung wird in Zeiten noch wichtiger, in denen der Wettbewerb zwischen Universitäten z.B. im Rahmen der sog. Exzellenzinitiative fast ausschließlich über die Qualität von Forschungsanträgen ausgetragen wird.

Es entsteht deshalb auch innerhalb der Universität der Druck, die besonders forschungsaktiven Bereiche zu Lasten der übrigen Bereiche zu stärken. Dennoch bleibt die wissenschaftliche Ausbildung per se für uns wichtig. Kürzlich habe ich mit Ihrem Präsidenten Melcop und dem Vorstandsmitglied Vogel über das Problem der vielen aus dem Berufsleben ausscheidenden Psychotherapeuten gesprochen. Um die psychotherapeutische Versorgung in Bayern zu sichern, müssen viele neue Psychotherapeuten ausgebildet werden. Dabei spielt die Ludwig-Maximilians-Universität eine wesentliche Rolle. Ich darf Ihnen versichern, dass sich die Leitung der LMU bewusst ist, wie wichtig die Ausbildung in der Klinischen Psychologie hierbei ist. Wir werden das nötige dafür tun, den Stellenwert der Klinischen Psychologie bei uns zu erhalten.

Ich wünsche Ihrer Tagung spannende Vorträge, anregende Gespräche und insgesamt einen erfolgreichen Verlauf.

Vielen Dank!

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