Bayerische Landeskammer der Psychologischen Psychotherapeuten und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten

Nach der Katastrophe: Psychotherapeuten können dauerhafte Schäden verhindern

Pressemitteilung
20. Oktober 2007 - 20. Oktober 2007 – Die PTK Bayern kümmert sich um die psychotherapeutische
Nachsorge im Fall eines Unglücks. Für eine weiterführende Nachsorge können Psychotherapeuten kurzfristig etwa 1400 Behandlungsplätze für Erwachsene, Kinder und Jugendliche in Bayern bereit stellen. Dazu stehen über 500 bayerische Psychologische Psychotherapeuten (PP) und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJP) zur Verfügung.

Nach einer Katastrophe, einem Unfall oder nach Verbrechen, kann es bei den Opfern zu psychischen Problemen und Störungen kommen: z.B. Flashbacks, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen und Schuldgefühl. Neben einer Akutversorgung vor Ort, kommt es deshalb vor allem darauf an, Nachsorge und weiterführende Hilfsmöglichkeiten bereit zu stellen, um das Ausmaß der psychischen Probleme zu begrenzen und eine mögliche Chronifizierung zu verhindern.

Am Samstag, 20. Oktober, führte die PTK Bayern gemeinsam mit der Bayerischen Landesärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns eine gut besuchte Fortbildung zum Thema durch. Neben den Aktivitäten der Psychotherapeuten- und Ärztekammer wurden Erfahrungen mit der psychotherapeutischen Soforthilfe vor Ort, präventive Konzepte für Einsatzkräfte sowie psychotherapeutische Behandlungsmodelle von akuten Traumata und Folgestörungen vorgestellt. Der Vizepräsident der PTK Bayern,
Hr. Dr. Bruno Waldvogel, dankte allen teilnehmenden Mitgliedern, die das kurzfristige und qualifizierte Versorgungsangebot der PTK Bayern für Betroffene möglich machen.

Eine akute posttraumatische Belastungsstörung kann jeden betreffen, der eine Katastrophe bzw. ein traumatisches Ereignis beobachtet, erlebt oder geschildert bekommen hat. Bei vielen Menschen klingen die Symptome innerhalb eines Monats wieder ab, persistieren sie jedoch, kann psychotherapeutische Hilfe indiziert sein. Wissenschaftliche Studien belegen seit vielen Jahren die Wirksamkeit fachgerechter psychotherapeutischer Interventionen.
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