Bayerische Landeskammer der Psychologischen Psychotherapeuten und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten

Sektorenübergreifende Qualitätssicherung: Workshop der Bundespsychotherapeutenkammer

08. September 2010 - Mit dem Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG) wurde die Rechtsgrundlage geschaffen, die Qualitätssicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sektoren- und einrichtungssübergreifend weiterzuentwickeln. Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) veranstaltete am 28. Juni 2010 in Berlin einen Workshop, um über diese Richtlinie, deren Ausgestaltung und Umsetzung zu informieren und zu diskutieren.

Mitte April 2010 hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hierzu eine Richtlinie beschlossen („Richtlinie nach § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 13 i.V.m. § 137 Abs. 1 Nr. 1 SGB V über die einrichtungs- und sektorenübergreifenden Maßnahmen der Qualitätssicherung“), die vom Bundesgesundheitsministerium derzeit geprüft wird und noch nicht in Kraft getreten ist. Diese Richtlinie will die Qualität der medizinischen Versorgung sichern und fördern. Sie gilt für alle Patient/inn/en und enthält Vorgaben für einrichtungs- und sektorenübergreifende Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Hauptziel ist es, die Ergebnisqualität zu verbessern, gültige und vergleichbare Erkenntnisse über die Versorgungsqualität der Leistungserbringer zu gewinnen und damit die Selbstbestimmung der Patient/inn/en zu stärken.

Die Experten des Workshops waren:

Dr. Rainer Hess, Vorsitzender des G-BA (Vortragsschwerpunkte: Sektorenübergreifende Qualitätssicherung; gesetzliche Grundlagen der Qualitätssicherung für die vertragsärztliche Versorgung und für zugelassene Krankenhäuser)

Karin Pottkämper, Leiterin der Abteilung Politik und Strategie des AQUA-Institutes (Vortragsschwerpunkte: Methodische Grundlagen des AQUA-Institutes zur Umsetzung der sektorenübergreifenden Qualitätssicherung; Entwicklung der Qualitätsindikatoren; Datenerhebung, Evaluation der Instrumente)

Prof. Dr. Ina Kopp, Leiterin der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) an der Universität Marburg (Vortragsschwerpunkte: Qualitätsindikatoren im Kontext der Entwicklung evidenzbasierter Leitlinien)

Dr. Here Klosterhuis, Deutsche Rentenversicherung Bund (Vortragsschwerpunkte: Qualitätssicherung und Förderung in der medizinischen Reha im Bereich Psychosomatik/Abhängigkeitserkrankungen)

Dr. Franziska Diel, Leiterin des Dezernats „Sektorenübergreifende Qualitätsförderung und -darstellung“ der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (Vortragsschwerpunkte: Die Rolle ambulanter Qualitätsindikatoren in der Qualitätsförderung aus Sicht der KBV am Beispiel des KBV-Projektes „AQUIK“ – Ambulante Qualitätsindikatoren und Kennzahlen)

Dr. Gerhard Schillinger, Leiter der Abteilung „Medizinische Grundsatzfragen“ des AOK-Bundesverbandes (Vortragsschwerpunkte: Perspektiven der Qualitätsmessung und Qualitätsförderung aus Sicht der GKV; Vorstellung des „Qualitätsindikatorensystems für die ambulante Versorgung“ – QISA)

Mehr zum Workshop und zu der Richtlinie finden Sie in der Nachricht der Bundespsychotherapeutenkammer. Hier sind auch die Fachvorträge der Experten zum Downloaden bereitgestellt.

PTK Bayern

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