Psychotherapeutenkammer Bayern

Präsidium der PTK Bayern tauscht sich mit dem Vorstand der KVB aus

Meldung vom 14.10.2026

Das Präsidium der Psychotherapeutenkammer Bayern (PTK Bayern), Dr. Nikolaus Melcop, Dr. Bruno Waldvogel und Nicole Nagel, traf sich am 6. Oktober 2026 mit dem Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB), Dr. Christian Pfeiffer, Dr. Peter Heinz und Dr. Claudia Ritter-Rupp, zum Austausch. Zuerst wurde über die Umsetzung und die möglichen Folgen des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes (BStabG) und des aktuellen Gesetzentwurfes zur Umsetzung der Entschließung zur Psychotherapie gesprochen. Es bestand Übereinstimmung, dass die geplanten Einschnitte durch das BStabG im Bereich der Psychotherapie, insbesondere die verbindliche Deckelung der Leistungsmenge und die Streichung der Zuschläge für die Kurzzeittherapie, gravierende Nachteile für die Versorgung mit sich bringen würden und deshalb grundsätzlich abzulehnen sind.

BStabG und GeDIG im Fokus

Der geplante Änderungsantrag zum BstabG auf Basis des Entschließungsantrages wurde als ein Schritt in die richtige Richtung gesehen, wenn auch keinesfalls ausreichend. Der Vorstand der KVB erläuterte, dass die hierfür dann erforderlichen Regelungen im Honorarverteilungsmaßstab zwar vorbereitet würden, aber jetzt noch nicht abschließend dargestellt werden könnten, da die endgültigen gesetzlichen Regelungen noch nicht vorliegen. Das zweite Thema war das geplante Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG). Es gab große Übereinstimmung in der strikten Ablehnung der vorgesehenen Übermittlung von Patientendaten an die Krankenkassen mit Ziel der Beratung ihrer Versicherten. Außerdem dürften die geplanten digitalen Zugangswege zur Versorgung den direkten Zugang zu Psychotherapeut*innen keinesfalls ersetzen. 

Vertrauensschutz und Weiterbildung

Zur Reform des Nachrichtendienstrechts wurde erörtert, wie die Notwendigkeit des absoluten Schutzes ärztlicher und psychotherapeutischer Praxen vor bestimmten nachrichtendienstlichen Überwachungs- und Auskunftsmaßnahmen weiter in der Politik vermittelt werden kann, nachdem dazu bereits gemeinsame Schreiben von KVB, Psychotherapeutenkammer Bayern und Bayerischer Landesärztekammer an Bundesinnenminister Dobrindt und Staatsminister Herrmann versendet wurden. Last but not least stellte das Präsidium der PTK Bayern dem Vorstand der KVB die bestehenden praktischen Schwierigkeiten bei der neuen Weiterbildung insbesondere in Praxen und Instituten dar und bat hierzu die KVB im Rahmen ihrer Möglichkeiten um Unterstützung. 
 

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